Jetzt bin ich bereits 3 Wochen hier und muss feststellen, dass die Zeit leider viel zu schnell vergeht...
...dahin ist mein naiver Wunschtraum von endlos langen Tagen...die sich schön nach den eigenen Vorstellungen gestalten lassen...hatte da mit den Chinesen in Salzburg wohl ein etwas verzerrtes Vorbild...denen war nämlich, wenn sie nicht gerade dabei waren Europa unsicher zu machen (stolze 18 Länder in 3 Monaten, da weiß man, warum sie in den Kursen an der Uni mit Abwesenheit geglänzt haben) stets langweilig...
...ich denke da an meinen lieben buddy Chongchong...die, nachdem sie nach der Chinesischen Neujahrfeier bei uns in der Wohnung übernachtet hatte, auch wirklich überhaupt keine Anzeichen gezeigt hatte, dass sie Willens ist nach Hause zu gehen...wieso auch...ist ja Sonntag...also alles zu, kein Konsum und somit Langweile ohne Ende...da sollte ich dann als Unterhaltung dienen...blöd war einzig der Zeitpunkt: einen Tag vor meiner mündlichen Magisterabschlussprüfung an der Uni...mmh...naja...ihr kennt mich ja, natürlich hat es über eine Stunde gedauert, bis ichs geschafft hatte die dunklen, mandelförmigen Augen die mich treubettelnd angeblickt haben zum Gehen zu bewegen...

...eine allseits beliebte Frage war immer "what do you do on sunday?" - klar, bei Öffnungszeiten von 10-22Uhr und das 7 Tage die Woche...darf die Frage schon mal auftauchen...Sonntag zum Friseur, zur Kosmetik, in der Mensa Essen oder in die Bibliothek? -kein Problem! ...auch die Hausmeister und "Mädchen-für-Alles-Feen" (sind alles weibliche Arbeitskräfte) hier in meiner Wohnanlage sind problemlos verfügbar...man bediene die Sprechanlage...drücke den Knopf zur Rezeption ...spreche "wo-ter - wotter -wootter - water" in den Hörer worauf eine Stimme im Off prompt "wotter? - wootter.- woter!" zurückschallt...
...nun warte man 10 Minuten bis ein netter Helfer klingelt und einem eine neue Gallone mit Trinkwasser bringt...
Servicewüste Deutschland contra Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in China...ein interessanter Aspekt unter vielen anderen...
...schon Wahnsinn wieviele Arbeitskräfte hier überall im Einsatz sind...ich habe fast den Eindruck, dass je nach Branche 3 bis 5 Chinesen die Arbeit verrichten, für die bei uns zu Hause eine Person zuständig ist...mit allen Vor-und Nachteilen, die hiermit verknüpft sind...
...in den Geschäften kann es manchmal schon unangenehm sein, wenn 4 Verkäuferinnen einem die volle Aufmerksamkeit schenken...naja, obwohl, die Damen, die in den ganzen Shopping Malls bei Regen am Eingang stehen und Tüten für die nassen Schirme austeilen, sind super...
...doch denkt ja nicht, dass viel Personal mit schnellem und gutem Service gleichzusetzen ist...nenenee...im Gegenteil, das kann anstrengend und langwierig sein, wenn einer fürs Lesen der Daten der andere fürs Eintippen und der nächste für die Vergabe zuständig ist...
...da bekommt das Wort "Zweckrationalisierung" doch eine ganz andere Bedeutung...das ist fast wie in der Schule: "sie bemühte sich redlich..."
Ich stelle mal ein paar Bilder von meiner Wohnung rein, die ich mir, wie ihr alle wisst, mit Julia teile...ein vermeintlich eingespieltes Team? -wir werden sehen!,-)
...hier also der geräumige Wohnbereich...dank der knall-orangen Couchgarnitur herrscht ein wenig 70s feeling...das Lebenselexier...unser Wasserspender, im Hintergrund...
...wir haben auch einen extra Platz zum Wäschetrocknen, wie ihr seht...eigentlich praktisch,
...würde sie denn etwas schneller trocknen! dem kalten Wetter, nicht isolierenden Fenstern und chinesischen Waschmaschinen sei Dank, dass es etwas länger dauert...
...man beachte: wir sind hier stolze Besitzer einer original chinesischen-Waschmaschine (naja, mit dem Begriff "original" sollte man hier in China sehr umsichtig sein...) die so kleine Macken hat, z.B., dass sie nur mit kaltem Wasser wäscht...ich bin mir nicht sicher, ob der Sinn des Wäschewaschens hier wirklich erkannt wurde...aber wer wird denn hier heikel sein...
... Lieblingsklamotten müssen halt in die Handwäsche ausweichen...
Das Foto zeigt die 6 verschiedenen Waschprogramme 01 bis 06...zusätzlich kann zwischen den Optionen AA bis dd ausgewählt werden...
Tja, so kann sogar simples Wäsche waschen zum Abenteuer werden...nachdem ich völlig planlos, todesmutig bereits einige Programme getestet habe, kann ich sagen, dass bis auf die Waschdauer kein wirklicher Unterschied ersichtlich ist...das Schleudern kann nicht wirklich abgestellt werden und heiß Waschen, geschweige denn auskochen ist leider nicht möglich...da helfen die 2Liter heißes Wasser die ich beim Waschen frisch aus dem Wasserkocher hinzuschütte herzlich wenig;-)

So modern die Stadt ist...bei meinen Streifzügen durch die Stadt fallen mir doch ab und an typische Dinge auf, wie das Bambusgerüst, das sich in beachtliche Höhen stapelt...und scheinbar sehr stabil ist...
...ja, ihr werdet lachen, aber auch dieser "Hello-Kitty"-Roller ist eben typisch für Shanghai...auch wenn die Marke aus Japan kommt...ist hier aber sehr beliebt...gibt ganze Stores mit Hello Kitty Geldbeutelen, Schirmen, Stiften, Toastern, Mixern, Uhren etc... Hauptsache teuer und kitschig!
...China - Ursprung und Quelle der Plagiatspiraterie...während in der EU und den USA die Frage nach dem Schutz von geistigem Eigentum heiß debattiert wird, dreht sich die Produktpiraterie in China munter weiter...ein Milliardengeschäft...aber für wen??? Die Kunst des Plagiierens...naja, bei diesem Massengeschäft darf von Kunst eigentlich nicht mehr gesprochen werden...aber es ist schon Wahnsinn...die neuen Taschen, Schuhe und Uhren von LV, Chanel, Hermes, Tods, Rolex und Co...heute in Paris...morgen schon live und in Farbe in Shanghai... zu einem Bruchteil des Originalpreises...und teilweise auch nicht billig oder schlecht gefälscht sondern qualitativ einwandfrei (z.B. echtes Leder, saubere Nähte) kopiert...naja, solange es um nichts technisches geht...wäre ja schon mal interessant zu wissen, wie lange so ein gefälschter Ipod oder ein Nokia-Handy funktioniert...
...wirklich gefährlich wird die Piraterie bspw. wenn Autos nachgebaut werden... hier fahren einige neue Pkw's herum, die der Mercedes C und E - Klasse erstaunlich ähnlich sehen, aber durch sämtliche EU-Auflagen bzw. Normen fallen...
die Woche hatten auch zwei von den Salzburgern Geburtstag...was selbstverständlich jeweils gefeiert werden musste...
hier seht ihr Holger etwas rätselnd vor seinem Geschenk...tja, was ist es denn???
...nein, kein leckerer chinesischer Schnapps, den es für nicht mal einen Euro im Supermarkt gibt...eine goldene Geldkatze hat er geschenkt bekommen...wie ihr sie am Tisch stehen seht...die ist gar nicht so leicht zu bekommen...
Anna hat zum 25. Geburtstag eine supertolle Torte von uns bekommen...so schön zum anschauen, dass es beinahe schade war sie anzuschneiden...
...zum Abendessen hat es uns dann mal wieder zum Koreaner verschlagen...korean. Restaurants sind hier sehr beliebt, etwa wie bei uns der Italiener...Corinna und Anna vor dem Hot Pot...
dann haben wir die angeblich längste Bar Asiens (the wall) aufgesucht...nun ja...lang ist sie schon...aber sehr leer...Donnerstag Abend, ich glaube es waren mehr Personal als Gäste anwesend...wir hatten trotzdem Spaß...und sind dann weiter in einen netten Club namens Mao www.maoshanghai.com
...dahin ist mein naiver Wunschtraum von endlos langen Tagen...die sich schön nach den eigenen Vorstellungen gestalten lassen...hatte da mit den Chinesen in Salzburg wohl ein etwas verzerrtes Vorbild...denen war nämlich, wenn sie nicht gerade dabei waren Europa unsicher zu machen (stolze 18 Länder in 3 Monaten, da weiß man, warum sie in den Kursen an der Uni mit Abwesenheit geglänzt haben) stets langweilig...
...ich denke da an meinen lieben buddy Chongchong...die, nachdem sie nach der Chinesischen Neujahrfeier bei uns in der Wohnung übernachtet hatte, auch wirklich überhaupt keine Anzeichen gezeigt hatte, dass sie Willens ist nach Hause zu gehen...wieso auch...ist ja Sonntag...also alles zu, kein Konsum und somit Langweile ohne Ende...da sollte ich dann als Unterhaltung dienen...blöd war einzig der Zeitpunkt: einen Tag vor meiner mündlichen Magisterabschlussprüfung an der Uni...mmh...naja...ihr kennt mich ja, natürlich hat es über eine Stunde gedauert, bis ichs geschafft hatte die dunklen, mandelförmigen Augen die mich treubettelnd angeblickt haben zum Gehen zu bewegen...
...eine allseits beliebte Frage war immer "what do you do on sunday?" - klar, bei Öffnungszeiten von 10-22Uhr und das 7 Tage die Woche...darf die Frage schon mal auftauchen...Sonntag zum Friseur, zur Kosmetik, in der Mensa Essen oder in die Bibliothek? -kein Problem! ...auch die Hausmeister und "Mädchen-für-Alles-Feen" (sind alles weibliche Arbeitskräfte) hier in meiner Wohnanlage sind problemlos verfügbar...man bediene die Sprechanlage...drücke den Knopf zur Rezeption ...spreche "wo-ter - wotter -wootter - water" in den Hörer worauf eine Stimme im Off prompt "wotter? - wootter.- woter!" zurückschallt...
...nun warte man 10 Minuten bis ein netter Helfer klingelt und einem eine neue Gallone mit Trinkwasser bringt...
Servicewüste Deutschland contra Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in China...ein interessanter Aspekt unter vielen anderen...
...schon Wahnsinn wieviele Arbeitskräfte hier überall im Einsatz sind...ich habe fast den Eindruck, dass je nach Branche 3 bis 5 Chinesen die Arbeit verrichten, für die bei uns zu Hause eine Person zuständig ist...mit allen Vor-und Nachteilen, die hiermit verknüpft sind...
...in den Geschäften kann es manchmal schon unangenehm sein, wenn 4 Verkäuferinnen einem die volle Aufmerksamkeit schenken...naja, obwohl, die Damen, die in den ganzen Shopping Malls bei Regen am Eingang stehen und Tüten für die nassen Schirme austeilen, sind super...
...doch denkt ja nicht, dass viel Personal mit schnellem und gutem Service gleichzusetzen ist...nenenee...im Gegenteil, das kann anstrengend und langwierig sein, wenn einer fürs Lesen der Daten der andere fürs Eintippen und der nächste für die Vergabe zuständig ist...
...da bekommt das Wort "Zweckrationalisierung" doch eine ganz andere Bedeutung...das ist fast wie in der Schule: "sie bemühte sich redlich..."
Ich stelle mal ein paar Bilder von meiner Wohnung rein, die ich mir, wie ihr alle wisst, mit Julia teile...ein vermeintlich eingespieltes Team? -wir werden sehen!,-)
...hier also der geräumige Wohnbereich...dank der knall-orangen Couchgarnitur herrscht ein wenig 70s feeling...das Lebenselexier...unser Wasserspender, im Hintergrund...
... Lieblingsklamotten müssen halt in die Handwäsche ausweichen...
Tja, so kann sogar simples Wäsche waschen zum Abenteuer werden...nachdem ich völlig planlos, todesmutig bereits einige Programme getestet habe, kann ich sagen, dass bis auf die Waschdauer kein wirklicher Unterschied ersichtlich ist...das Schleudern kann nicht wirklich abgestellt werden und heiß Waschen, geschweige denn auskochen ist leider nicht möglich...da helfen die 2Liter heißes Wasser die ich beim Waschen frisch aus dem Wasserkocher hinzuschütte herzlich wenig;-)
So modern die Stadt ist...bei meinen Streifzügen durch die Stadt fallen mir doch ab und an typische Dinge auf, wie das Bambusgerüst, das sich in beachtliche Höhen stapelt...und scheinbar sehr stabil ist...
...wirklich gefährlich wird die Piraterie bspw. wenn Autos nachgebaut werden... hier fahren einige neue Pkw's herum, die der Mercedes C und E - Klasse erstaunlich ähnlich sehen, aber durch sämtliche EU-Auflagen bzw. Normen fallen...
die Woche hatten auch zwei von den Salzburgern Geburtstag...was selbstverständlich jeweils gefeiert werden musste...
Die Pflicht ruft...z.B. auf einem Meeting mit chinesischen Germanistik Studenten am Austrian Center...in Shanghai gibts ca. 80 Studenten die Deutsch studieren...einige von ihnen habe ich getroffen...war total nett aber auch anstrengend! ...jaja, auch Small-Talk kann zu Arbeit werden, wenn man unterschiedlichen Leuten immer wieder das Gleiche erzählt...aber zum Kontakte knüpfen nicht schlecht...ich versuche eine Art "Sprachcafe" mit zwei Chinesinnen aufzubauen...man trifft sich einmal in der Woche zum Plaudern...ich lerne ihnen Deutsch, im Gegenzug spielen sie geduldige Zuhörerinnen und Verbesserinnen bei meinen zaghaften Chinesisch-Sprechübungen...


