Freitag, 27. Februar 2009

Meetings, Geburtstage und der übliche Freizeitstress

Jetzt bin ich bereits 3 Wochen hier und muss feststellen, dass die Zeit leider viel zu schnell vergeht...
...dahin ist mein naiver Wunschtraum von endlos langen Tagen...die sich schön nach den eigenen Vorstellungen gestalten lassen...hatte da mit den Chinesen in Salzburg wohl ein etwas verzerrtes Vorbild...denen war nämlich, wenn sie nicht gerade dabei waren Europa unsicher zu machen (stolze 18 Länder in 3 Monaten, da weiß man, warum sie in den Kursen an der Uni mit Abwesenheit geglänzt haben) stets langweilig...
...ich denke da an meinen lieben buddy Chongchong...die, nachdem sie nach der Chinesischen Neujahrfeier bei uns in der Wohnung übernachtet hatte, auch wirklich überhaupt keine Anzeichen gezeigt hatte, dass sie Willens ist nach Hause zu gehen...wieso auch...ist ja Sonntag...also alles zu, kein Konsum und somit Langweile ohne Ende...da sollte ich dann als Unterhaltung dienen...blöd war einzig der Zeitpunkt: einen Tag vor meiner mündlichen Magisterabschlussprüfung an der Uni...mmh...naja...ihr kennt mich ja, natürlich hat es über eine Stunde gedauert, bis ichs geschafft hatte die dunklen, mandelförmigen Augen die mich treubettelnd angeblickt haben zum Gehen zu bewegen...

...eine allseits beliebte Frage war immer "what do you do on sunday?" - klar, bei Öffnungszeiten von 10-22Uhr und das 7 Tage die Woche...darf die Frage schon mal auftauchen...Sonntag zum Friseur, zur Kosmetik, in der Mensa Essen oder in die Bibliothek? -kein Problem! ...auch die Hausmeister und "Mädchen-für-Alles-Feen" (sind alles weibliche Arbeitskräfte) hier in meiner Wohnanlage sind problemlos verfügbar...man bediene die Sprechanlage...drücke den Knopf zur Rezeption ...spreche "wo-ter - wotter -wootter - water" in den Hörer worauf eine Stimme im Off prompt "wotter? - wootter.- woter!" zurückschallt...

...nun warte man 10 Minuten bis ein netter Helfer klingelt und einem eine neue Gallone mit Trinkwasser bringt...

Servicewüste Deutschland contra Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in China...ein interessanter Aspekt unter vielen anderen...
...schon Wahnsinn wieviele Arbeitskräfte hier überall im Einsatz sind...ich habe fast den Eindruck, dass je nach Branche 3 bis 5 Chinesen die Arbeit verrichten, für die bei uns zu Hause eine Person zuständig ist...mit allen Vor-und Nachteilen, die hiermit verknüpft sind...
...in den Geschäften kann es manchmal schon unangenehm sein, wenn 4 Verkäuferinnen einem die volle Aufmerksamkeit schenken...naja, obwohl, die Damen, die in den ganzen Shopping Malls bei Regen am Eingang stehen und Tüten für die nassen Schirme austeilen, sind super...
...doch denkt ja nicht, dass viel Personal mit schnellem und gutem Service gleichzusetzen ist...nenenee...im Gegenteil, das kann anstrengend und langwierig sein, wenn einer fürs Lesen der Daten der andere fürs Eintippen und der nächste für die Vergabe zuständig ist...

...da bekommt das Wort "Zweckrationalisierung" doch eine ganz andere Bedeutung...das ist fast wie in der Schule: "sie bemühte sich redlich..."

Ich stelle mal ein paar Bilder von meiner Wohnung rein, die ich mir, wie ihr alle wisst, mit Julia teile...ein vermeintlich eingespieltes Team? -wir werden sehen!,-)
...hier also der geräumige Wohnbereich...dank der knall-orangen Couchgarnitur herrscht ein wenig 70s feeling...das Lebenselexier...unser Wasserspender, im Hintergrund...
...wir haben auch einen extra Platz zum Wäschetrocknen, wie ihr seht...eigentlich praktisch,
...würde sie denn etwas schneller trocknen! dem kalten Wetter, nicht isolierenden Fenstern und chinesischen Waschmaschinen sei Dank, dass es etwas länger dauert...
...man beachte: wir sind hier stolze Besitzer einer original chinesischen-Waschmaschine (naja, mit dem Begriff "original" sollte man hier in China sehr umsichtig sein...) die so kleine Macken hat, z.B., dass sie nur mit kaltem Wasser wäscht...ich bin mir nicht sicher, ob der Sinn des Wäschewaschens hier wirklich erkannt wurde...aber wer wird denn hier heikel sein...
... Lieblingsklamotten müssen halt in die Handwäsche ausweichen...
Das Foto zeigt die 6 verschiedenen Waschprogramme 01 bis 06...zusätzlich kann zwischen den Optionen AA bis dd ausgewählt werden...
Tja, so kann sogar simples Wäsche waschen zum Abenteuer werden...nachdem ich völlig planlos, todesmutig bereits einige Programme getestet habe, kann ich sagen, dass bis auf die Waschdauer kein wirklicher Unterschied ersichtlich ist...das Schleudern kann nicht wirklich abgestellt werden und heiß Waschen, geschweige denn auskochen ist leider nicht möglich...da helfen die 2Liter heißes Wasser die ich beim Waschen frisch aus dem Wasserkocher hinzuschütte herzlich wenig;-)


So modern die Stadt ist...bei meinen Streifzügen durch die Stadt fallen mir doch ab und an typische Dinge auf, wie das Bambusgerüst, das sich in beachtliche Höhen stapelt...und scheinbar sehr stabil ist......ja, ihr werdet lachen, aber auch dieser "Hello-Kitty"-Roller ist eben typisch für Shanghai...auch wenn die Marke aus Japan kommt...ist hier aber sehr beliebt...gibt ganze Stores mit Hello Kitty Geldbeutelen, Schirmen, Stiften, Toastern, Mixern, Uhren etc... Hauptsache teuer und kitschig!
...China - Ursprung und Quelle der Plagiatspiraterie...während in der EU und den USA die Frage nach dem Schutz von geistigem Eigentum heiß debattiert wird, dreht sich die Produktpiraterie in China munter weiter...ein Milliardengeschäft...aber für wen??? Die Kunst des Plagiierens...naja, bei diesem Massengeschäft darf von Kunst eigentlich nicht mehr gesprochen werden...aber es ist schon Wahnsinn...die neuen Taschen, Schuhe und Uhren von LV, Chanel, Hermes, Tods, Rolex und Co...heute in Paris...morgen schon live und in Farbe in Shanghai... zu einem Bruchteil des Originalpreises...und teilweise auch nicht billig oder schlecht gefälscht sondern qualitativ einwandfrei (z.B. echtes Leder, saubere Nähte) kopiert...naja, solange es um nichts technisches geht...wäre ja schon mal interessant zu wissen, wie lange so ein gefälschter Ipod oder ein Nokia-Handy funktioniert...
...wirklich gefährlich wird die Piraterie bspw. wenn Autos nachgebaut werden... hier fahren einige neue Pkw's herum, die der Mercedes C und E - Klasse erstaunlich ähnlich sehen, aber durch sämtliche EU-Auflagen bzw. Normen fallen...

die Woche hatten auch zwei von den Salzburgern Geburtstag...was selbstverständlich jeweils gefeiert werden musste...
hier seht ihr Holger etwas rätselnd vor seinem Geschenk...tja, was ist es denn???
...nein, kein leckerer chinesischer Schnapps, den es für nicht mal einen Euro im Supermarkt gibt...eine goldene Geldkatze hat er geschenkt bekommen...wie ihr sie am Tisch stehen seht...die ist gar nicht so leicht zu bekommen...
Anna hat zum 25. Geburtstag eine supertolle Torte von uns bekommen...so schön zum anschauen, dass es beinahe schade war sie anzuschneiden...
...zum Abendessen hat es uns dann mal wieder zum Koreaner verschlagen...korean. Restaurants sind hier sehr beliebt, etwa wie bei uns der Italiener...Corinna und Anna vor dem Hot Pot...
dann haben wir die angeblich längste Bar Asiens (the wall) aufgesucht...nun ja...lang ist sie schon...aber sehr leer...Donnerstag Abend, ich glaube es waren mehr Personal als Gäste anwesend...wir hatten trotzdem Spaß...und sind dann weiter in einen netten Club namens Mao www.maoshanghai.com

Judith aus Wien und ich beim Tanzen...
David, der natürlich bei keiner Feier fehlt;-) und kaum zum Heimgehen zu bewegen ist...auch nicht, wenn um 5 Uhr Früh alles zu macht...so haben uns dann zwei Engländer, oder waren es Holländer?? auf den Dragon Club gebracht...einer der wenigen Locations die bis 8Uhr morgens offen haben...www.dragonclub.com.cn

Jetzt aber Schluss mit Ausgehberichten, nicht dass ihr denkt ich bin nur am Shoppen und Feiern!
Die Pflicht ruft...z.B. auf einem Meeting mit chinesischen Germanistik Studenten am Austrian Center...in Shanghai gibts ca. 80 Studenten die Deutsch studieren...einige von ihnen habe ich getroffen...war total nett aber auch anstrengend! ...jaja, auch Small-Talk kann zu Arbeit werden, wenn man unterschiedlichen Leuten immer wieder das Gleiche erzählt...aber zum Kontakte knüpfen nicht schlecht...ich versuche eine Art "Sprachcafe" mit zwei Chinesinnen aufzubauen...man trifft sich einmal in der Woche zum Plaudern...ich lerne ihnen Deutsch, im Gegenzug spielen sie geduldige Zuhörerinnen und Verbesserinnen bei meinen zaghaften Chinesisch-Sprechübungen...

Das letzte Bild entstand auf der "afternoon party", einem Meeting mit Leuten von der LSE (London School of Economics)...die Lady in der roten Jacke ist übrigens die Professorin von unserem Chinese Culture Kurs...und zugleich unsere Kung-Fu Lehrerin...deswegen nennen wir sie alle liebevoll "Kung-Fu-Hannah"...


Montag, 23. Februar 2009

skyline@night

Gestern habe ich mich trotz Nieselregen aufgemacht und bin stundenlang durch das nächtliche Shanghai gestreift...
...dabei bin ich förmlich in einen Fotowahn verfallen...einige der Momentaufnahmen seht ihr nachfolgend...
...das Stopschild ist international verständlich...auch wenn sich hier nicht alle dran halten...aber gut, dass es da steht!
...der 468m kleine Oriental Pearl Tower, der Fernsehturm, leuchtet bis 23Uhr abends abwechselnd in unterschiedlichen Farben...


...um den Huangpu River zu passieren gibt es mehrere Möglichkeiten: per Fähre (wie in einem Posting bereits erwähnt), per Metro, im Taxi oder Bus (durch einen Tunnel) und seit letztem Jahr gibt es auch einen Tunnel unter dem Fluss hindurch, der nur für Fußgänger gebaut wurde...
...hierzu fährt man zuerst mit einer Rolltreppe tief unter die Erde...

...bevor man dann in kleine geschlossene Glaskabinen/Gondeln einsteigt die die 1,5 km in wenigen Minuten bewältigen. Der Spaß kostet ganze 5 Euro...dafür hat man immerhin tolle Special Effects im Tunnel inbegriffen;-) ein bißchen Geisterbahnatmosphäre kann ja nicht schaden;-)



...der Blick vom Bund nach Pudong...einfach atemberaubend...



...jaja, für diejenigen die es noch nicht gewusst haben...Shanghai ist Austragungsort der Expo 2010...ist vor Ort wirklich kaum zu umgehen...findet ganz häufig Werbung und unterschiedlichste Merchandising-Produkte zum Verkauf...die Markenmaschinerie ist auch hier in vollem Gange...auch wenns am Montag noch 431 Tage bis zur Eröffnung waren...
... das Maskottchen...weiß noch nicht mal wie es heißt...aber ich werde es natürlich für euch rausfinden und nachtragen;-) hab sowieso den Eindruck, dass die alle sehr ähnlich aussehen...egal ob Fussball EM/WM, Olympia...naja, im plagieren ist China ja eindeutig Weltmeister...ähm...hierzu in einem späteren Posting mehr...(meine Gedankensprünge...i'm soo sorry;-)


...neben den super modernen Wolkenkratzern stehen auf der anderen Seite des Huangpu Rivers auch einige "ältere" Gebäude, vornehmlich befinden sich darin Banken, Verischerungen und ein paar Hotels


Das einzige, sagen wir mal störende Element an diesem Szenario sind die nicht wenigen Straßenverkäufer, die mit ihren penetranten "laaaaady...come, and have a look"-Rufen dem nichtsahnenden Touristen ganz tolle Sachen aufdrehen wollen: Pearl Tower aus Plastik in allen Variationen...Bilder...Uhren...Handtaschen...manche Verkäufer haben auch alles gleichzeitig im Angebot "hey lady, do you want bags, nice watches, scarfs, sunglasses, grass or marihuana?" - so wird "bu" (chinesisch=nein) zur Dauerantwort...bu ist super und wirkt viel besser als totales ignorieren oder "no" sagen...



...naja, hilft meistens...nur nicht bei Nils, ein Teilnehmer aus unserer Gruppe...der macht irgendetwas falsch und zieht alle fliegenden Händler magisch an...praktisch, dann hat man selbst mehr Ruhe;-) naja, lieber Nils, vielleicht solltest du einfach deine Taktik etwas überdenken...die Leute nett auf deutsch anquatschen funktioniert ja nicht so doll;-)





...fällt es euch auf? abends, 20Uhr, stockfinster, aber Licht am Moped oder Fahrrad anmachen? Fehlanzeige!!!
Wieso denn auch, ist ja kaum was los auf Shanghais Straßen...ob es in China so etwas wie den TÜV gibt? kaum vorstellbar...und wenn, dann sicher nur auf dem Papier...das hier geduldiger und störrischer ist als in anderen Teilen der Welt...

Samstag, 21. Februar 2009

von frostigen Temperaturen und launischen Klimaanlagen

Nun ist die erste Woche an der Fudan-Uni vorbei...und mein erstes Resumee: "da kommt einiges an Arbeit auf mich zu!" Ist schon eine ganze Weile her, dass ich soviele Kurse in einem Semester belegt habe;-)...u.a. werden wir eine Dokumentation drehen, soll so 10 bis 15 min lang werden...da bin ich ja schonmal gespannt, wie das mit filmen in Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen etc. in China so ist...die Thematik können wir frei wählen...also ich bin für jeden Vorschlag von euch offen...solange nicht so originelle Vorschläge wie Tibetbewegung oder andere Movements kommen...ich will keine chinesische Zelle von innen sehen;-(


nächste Woche fängt unser Chinesisch-Kurs an...das ist auch dringend notwenig hier...wär praktisch wenn man da ein musikalisches Gehör hätte...um die vier Tonstufen unterscheiden zu können...nun ja, der liebe Konjunktiv...egal, ich werde das Beste drauß machen! Hinzu kommt noch, dass die Shanghaier kein Mandarin/Hochchinesisch sprechen...nein, weil's ja noch nicht kompliziert genug ist, haben die hier ihren eigenen Dialekt/Sprache...d.h. lange nicht jeder Chinese kann Mandarin verstehen! Das ist doch echt motivierend, oder?;-)
Auf dem Bild seht ihr unseren Kursraum in der School of Journalism...in dezentem tükisgrün...ob der wohl nach Feng Shui eingerichtet ist? Vielleicht ist die Farbe konzentrationsfördernd, wer weiß...


...auffällig ist allgemein, dass alle Dozenten einen ganz anderen Lehrstil haben, als ich das aus Österreich und Deutschland gewohnt bin, liegt vermutlich daran, dass fast alle ihren PhD in den USA gemacht haben...
...da wird die Gruppe dann gleich mit "hey guys" oder "hey folks" angeredet...ziemlich locker also...das nimmt dem Ganzen gleich mal die erste Scheu...und brachte gleich mal zu Beginn die ein oder andere interessante Diskussion hervor...viel dreht sich natürlich um die Vor-und Nachteile von staatlich gelenkten vs. dem freien Markt ausgesetzten Medien...welche Ideologie wohl die (sozial) sinnvollere ist? Da prallen viele Meinungen aufeinander...doch ich will euch an dieser Stelle mit Ausschweifungen verschonen...

Eine Dozentin ist überhaupt der Clou...neben ihrem Kurs über Chinese Culture haben wir bei ihr Kung Fu Unterricht...das ist witzig sag ich euch...ein bißchen wie Schattenboxen mit merkwürdigen Ausschreien dazu..."Schschhhhhhhhhhhhhh!"..."Jongschhhhhhhhhhhhijh!"..."Kagong!"...ohne diese megamäßig abstrußen Laute wäre das ganze nur halb so spannend! Haha, ihr werdet schon sehen wenn ich nach dem halben Jahr als Kung Fu Meisterin zurückkehre;-) blöd bloß ist, wenn der Gegner klein ist...da gehen meine Verteidigungsgriffe schön mal in Leere...nur gut, dass die hier alle sooo groß sind;-) -

Abseits des Campus war es natürlich nicht weniger spannend...da es die Woche total kalt war, nur so 5 bis 8Grad...bei eisigem Wind...und ohne richtige Heizung und Isolierung...jaja, etwas Mitleid könnt ihr schon haben...wir verweichlichten Westler...das Problem ist, dass es nur wenig Möglichkeiten gibt, sich mal richtig Aufzuwärmen...Wohnung kalt, Uni kalt, Draußen kalt, Läden kalt, Restaurants lauwarm...nur die DesignerStores in der Nanjing Lu West sind total überheizt (so wie bei uns in D/A üblich)...

...bin ich froh um meinen Schlafsack...zusammen mit dicker Daunendecke und Pulli im Bett lassen sich die Nächte aushalten...aber es kann ja nur WÄRMER werden...

...was super gegen Kälte hilft ist scharfes Essen, was es hier in allen Variationen, von etwas würzig bis zum Heulen spicy gibt...ein Paradies für alle die's mögen und sich in den heimischen China-Restaurants die Tabasco Sauce pur übers Essen schütten...

...ich hab auch schon einiges ausprobiert...von Shanghai-Küche, Sezuchan-Art, Kantonesisch, Koreanisch, Mongolisch, Japanisch und Pizza-Hut...alles dabei...
...ihr glaubt gar nicht wie aufregend es sein kann, ein simples Essen im Lokal zu bestellen...
der folgende Index zeigt euch die unterschiedlichen Gefahrensstufen:

1. Speisekarte auf Chinesisch+Englisch [+Abbildungen]

eigentlich die Safety-Variante für Weicheier;-) nunja, man kann sich aber nicht so auf die englische Übersetzung verlassen (noodles with vegetables --> = Nudeln mit bißchen Grünzeug und viel Fleisch); die abgebildeten Menus sind Glücksache, d.h. es besteht die Chance, dass so etwas ähnliches auf den Tisch kommt...und eben die (noch viel größere) Chance dass ganz was anderes kommt...

2. Speisekarte auf Chinesisch + Abbildungen

das ist dann schon die Nummer für Fortgeschrittene...man sieht immerhin noch ob Nudeln oder Reis dabei sind, ob eher gebraten (oder fritiert) oder in der Suppe...ob Fleisch und welche Art Fleisch dabei ist...tja, diese Einsicht gleicht einem Lotteriespiel;-)

3. Speisekarte auf Chinesisch ohne Abbildungen

zweifelsohne die Königsklasse in der Disziplin des Essenbestellens...zuerst 10 Minuten verzweifelt versuchen in einem schlauen Wörterbuch nachzuschauen welchen chines. characters für Reis und Huhn stehen...dann, nach weitern 10min feststellen, dass es noch eine halbe Ewigkeit dauern würde, diese in der Speisekarte zu finden...
...so dass letztendlich auf irgendetwas in der Karte gezeigt wird, die Bedienung daraufhin wild gestikulierend Fragen stellt...auf die man beschämt schweigt oder einfach nickend zustimmt...in der Hoffnung...jaja, auch hier stirbt die Hoffnung bekanntermaßen zuletzt;-) ...das was leckers auf den Tisch kommt!
...es folgen gespannte Minuten...des Wartens...dann kommt das Essen...Staunen, Rätseln, vorsichtiges Rantasten...und Probieren...

...ich habe bis jetzt nichts ekeleregendes erwischt *puhhhh* hier ein Gruß an Anna und Co, denen die Innereien im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich gestunken haben...

Echt super lecker und empfehlenswert war unser hot pot Essen beim Mongolen "little sheep"


wie auf dem Bild zu sehen wird ein riesiger Topf vorgesetzt mit einem scharfen (rot) und nicht-scharfen (weiß) Teil...dazu bestellt man zahlreiche Köstlichkeiten, die dann nacheinander in der Saucen bzw. in der Brühe vor sich hin köcheln...bspw. Schaffleisch, gefrorener Tofu, Shrimps, Sojabohnen, Kohl, Blattspinat, Algen...etc...wir waren Alle ganz begeistert! Ohne Jade, unserer Chinesin, wäre es auch hier wieder an der Bestellung gescheitert!
Es gibt immer wieder Situationen, an Hand derer ich mir bestens vorstellen kann, wie sich ein Analphabet fühlt...der absolute Horror!

Am Donnerstag war ich zusammen mit Anna und Kathi spontan auf einem kleinen und feinen Konzert von Jose Gonzales...in der Glamour Bar unweit des "Bundes"...für alle die eine gehobene Location in zentraler Lage suchen nur zu empfehlen... www.m-theglamourbar.com
...Cocktails kosten so 9bis 10 Euro...also für hiesige Verhältnisse relativ hochpreisig...


Jose Gonzales live in concert @ shanghai...und ich war ganz nah dran...schon ziemlich rassig für nen Schweden;-) Typ Herzensbrecher ... und dann noch begnadeter Gitarrist! gefährlich...

Anna ganz glücklich, als sie nach dem Konzert Jose direkt an der Bar getroffen hat und nun auf einem Foto mit ihm verewigt ist...

Ein weiterer Tip mit ähnlichen Preislevel ist der Club bzw. die Bar MINT...angesiedelt im 24. Stockwerk mit phantastischem Blick auf die Stadt... www.M1NT.com.cn


futuristisch...trendig...minimalistisch...rote Lacksofas mit Fellbezug...