Mit knappen 6 Mio Einwohnern ist Hangzhou alles andere als übersichtlich...kann durch seine Lage am Westsee aber mit viel Natur trumpfen.
Da Claudia und ich einen sonnigen Frühlingstag erwischt hatten, konnten wir uns bei ausgedehnten Spaziergängen entlang des Sees, sowie auf der Insel im Westsee, die wir bei einem Bootstrip anheuerten, schön die Sonne ins Gesicht strahlen lassen...
Nur eine (meist) angenehme Windbrise unterband die volle Sonnenwirkung...was uns allerdings wenig störte, denn dafür waren ganz viel bunte und oft kunstvoll gestaltete Drachen am Himmel zu sehen...Drachen steigen lassen...hier anscheinend ein Hobby von jung und alt...
Immer wieder erstaunlich ist es, mit welcher Grazilität die Leute hier ihre teilweise sehr schmalen Boote auf dem Wasser gleiten lassen, seien es Fischer oder zum Transport von allerlei Dingen umfunktionierte LAstboote...
...mit viel Glück haben wir von der Insel auch ein Boot weiter, hinüber zur anderen Seeseite bekommen...muss schon sagen, das lief wie geschmiert am laufenden Bande...
...so konnten wir noch eine Pagode am westlichen Ufer beim vorbei schippern bestaunen, bevor es dann im Taxi zu einer etwas außerhalb der Stadt gelegenen Tempelanlage ging...etwas außerhalb heißt bei den hiesigen Entfernungen übrigens ca. 20min mit dem Taxi...wenn nicht gerade Rush-hour ist...
dort angekommen kamen wir aus dem staunen nicht mehr raus...es erwartete uns ein riesengroßer Park, indem wir alleine gut und gerne einen ganzen Tag verbringen hätten können. Das Bild zeigt den Steingarten, mit in Stein eingemeiselten Buddhas und anderen Figuren und Symbolen...macht echt Spaß durch die Steinhöhlen zu gehen und an allen Ecken und Enden neue Skulpturen an den Decken und Wänden zu sehen...
naja, etwas klettern war schon angesagt, also nichts für FlipFlop-Träger...
der Tempel dort ist, da in einer wunderschönen Umgebung, einer der schönsten den ich bisher in China gesehen habe...sehr sehr weitläufig schlängeln sich die einzelnen Gebäudetrakte einzeln den Berg hinauf, so dass man von oben einen tollen Blick auf Tempel und Natur genießen kann...
...gut war auch, dass wir weder an einem Wochenende noch zur Hauptreisezeit unterwegs waren, so hielten sich die Besucherströme in einem angenehmen Rahmen...oben seht ihr die Halle der 1000 Buddhas...da konnte ich dem Fotografierverbot einfach nicht widerstehen:-)
...bei unserem Rückweg bergabwärts kamen uns dann auf einmal mystische Klänge entgegen, unterbrochen von einzelnen, lauten und dumpfen Trommelschlägen...nein, ich hatte nicht gerade meine Buddha-Beats-CD eingelegt[Gruß nach Nürnberg und Frankfurt an dieser Stelle!] ;-)...
...stattdessen konnten wir Zuschauer einer buddhistischen Prozession werden...
...mmh, vielleicht sollte ich doch für einige Monate ins Kloster und nach dem Sinn des Lebens suchen [Gruß nach Groningen]??? ...der ein oder andere von euch würde es mir vermutlich zutrauen...aber nein, kann mir nicht vorstellen, dass ich dadurch eine Eingebung erhalten und "on the middle way of life" meine völlige Entfaltung finden werden...
Wenn ihr die Gelegenheit habt und in der Ecke seid, lasst euch Hangzhou auf keinen Fall entgehen!
Im Sinne von Kung-Fu-Hanna bleibt mir nicht anderes zu sagen als take care, wir hören, lesen, sehen uns bald!
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